Wie soll ich euch das nur beschreiben? Ich war heute am Ende
der Welt und das gleich mehrfach....aber eins nach den anderen: Tobi, Marla,
Ben und ich machen uns gegen 9 Uhr auf den Weg zur Great Ocean Road. Wir fahren
im Cabriolet an der Küste entlang. Ich bin berauscht von dieser Kulisse aus
Wäldern, Küste, Meer und Sonne. Dazu
der Wind und die unterschiedlichsten Gerüche – es ist unbeschreiblich! Die
erste Station führt uns zum Surferparadies Torquay und zum Cape Otway mit seinem
wundervollen Leuchtturm. Wir nehmen einen leichten Lunch zu uns im Teahouse.
Dann geht es weiter durch verschiede Küstendörfer, wo wir Eis essen, Kaffee
trinken und die Sonne genießen. Wir kaufen noch ein bisschen zum Abendessen ein, denn die
Nacht werden wir im Bimbi-Park verbringen, einer Art Campingplatz am Ende der Welt.
Auf dem Weg dahin machen wir Halt im gemäßigten Regenwald.
Ich sehe Bäume, die 300 Jahre alt sind, dazu Farne, die über 10 Meter hoch
sind. So muss es einmal ausgesehen haben als die Welt entstanden ist....ich spüre eine große Ehrfurcht! Du gehst durch diesen jahrtausendealten Regenwald, die
Zweige und Farne bilden ein Dach und denkst du bist in einer gotischen
Kathedrale...die Religion der Natur ist aber viel besser als die Irdische;-)
Danach landen wir im Bimbi-Park, wo wir zwei Wohnwagen mitten im Wald beziehen.
Jetzt fängt das Abenteuer erst richtig an. Durch den Busch geht es eine Stunde
lang zu Fuß zu einem einsamen Strand. Unterwegs erklärt uns Tobi Fauna und
Flora, zeigt uns Schlangenspuren sowie Termitenstraßen. Außerdem sehen wir
Koalabären, die in den Bäumen faulenzen. Am Strand ist keine Menschenseele, so
etwas Wundervolles habe ich noch nie gesehen! Die Wellen brechen in drei Metern
Höhe, unsere Fußspuren sind wie die der ersten Menschen auf der Welt. Ich
bin überwältigt, mir fehlen die Worte. Ben schlägt übermütig Räder am Strand
und tanzt mit den Wellen. Und auch ich werde mutig und schlage ein Rad,
allerdings nicht ganz so elegant wie er. An einer Zisterne für Wanderer holen
wir frisches Wasser, dann geht es erschöpft zum Wohnwagen. Nach einer heißen
Dusche, Wraps und einem leckeren Rotwein besucht uns ein Koalabär! Er
steigt tatsächlich von Baum und torkelt
müde auf der Erde herum. Klar, im Eucalyptus-Vollrausch die Blance behalten,
ist nicht ganz so einfach! Danach besuchen uns auch noch Eulen und ich kann
mein Glück gar nicht fassen. Gutenacht an euch alle, der Bericht geht erst morgen raus, denn hier im Busch
gibt es nur Internet via Satellit. Wir sind eben am Ende der Welt...




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen