Donnerstag, 23. Februar 2012

Warburton mit dem Radel

Heute schnappen wir uns die Fahrräder und erkunden die Umgebung mit den Drahteseln. Das ist nochmal etwas ganz anderes als Australien mit dem Auto zu entdecken. Entlang des Yarra-Rivers und der alten Eisenbahnstrecke radeln wir nach Warburton, einem Hippie-Nest in den Bergen. Es geht durch Eukalyptuswälder, vorbei an Kuhweiden und Seerosenteichen, der Himmel ist azurblau und die Sonne lacht uns an bei knapp 30 Grad im Schatten. Im Hintergrund sehen wir Berge, die ein bisschen dem Schwarzwald ähneln, aber nur von weitem, denn dort gibt es Landstriche, die noch niemals ein Mensch betreten hat. Wieder ist es Mutter Natur, die hier alles dominiert. Und als Mensch fügst du dich einfach, weil du spürst, dass es da etwas Größeres gibt als dich und du bist lediglich ein winziges Teilchen davon.

In Warburton selbst machen wir eine Lunch-Pause auf der Terrasse eines Cafés mit dem wundervollen Blick auf die Berge. In dem Kaffee wird alternativ gekocht, neben Bioprodukten gibt es sogar glutenfreies Essen. Die Menschen sind entspannt und erinnern mich ein bisschen an die alten Hippies auf Ibiza. Ein Hightlight ist das "Polish Jester", eine polnische Kneipe mit Barczyk, Bigos, Golabki und Slaskie Kluski. Ich denke, es ist eine Fata Morgana, aber nein: In diesem kleinen Hippie-Nest am Ende der Welt hat sich ein polnischer Gastronom niedergelassen! Leider ist die Kneipe zu, sonst hätten wir noch was Leckeres gekostet. Am Abend kommen wir schweißnass daheim an und lassen den Abend mit einer warmen Dusche und einer herzhaften Brotzeit ausklingen.

Danach buche ich meine Flüge sowie Unterkünfte nach Sydney und zum Ayers Rock. In Sydney bekomme ich für den kommenden Samstag kein Hotelzimmer unter 300 €. Da ich dort drei Nächte bleiben und nicht mit 8 Leuten in einem Backpackerhotel schlafen will, miete ich mich in einem Collage ein und werde ein Studentenzimmer beziehen, das mich 200 € für drei Nächte kostet. Ayers Rock ist Outback und daher sehr teuer, ein 4-tägiger Ausflug dahin kostet mich mit Flug 2000 €. Das liegt unter anderem an dem australischen Dollar, der gerade sehr stark ist. Gespart wird wieder zu Hause, jetzt jedenfalls nicht. Aber so habt ihr zumindest eine Vorstellung, was man zurzeit hier so berappen muss, wenn man nicht mit einem Wohnmobil als Camper unterwegs ist.

Für heute genug geschrieben,
Kuss von Eurer Maggie

PS: das Bierfass am Ende des Blogs ist ein Briefkasten










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