Da das Wetter seit gestern (siehe erstes Foto) nicht so gut ist, beschließen wir doch nicht ins Outback zu fahren. Im Regen campen fernab der Zivilisation macht nicht so viel Spaß. Tobi und ich machen heute einen Tag, an dem wir die Kleinstädte in der Gegend abklappern. In Heathcote, dem Hauptanbaugebiet von Shiraz, besuchen wir ein Weingut, wo uns Steve die Unterschiede seiner Weine erklärt. Je nachdem wie sich der Wein durchs Erdreich kämpfen muss, wird der Wein leichter oder kräftiger. In zwei Wochen wird hier die Ernte eingefahren, da wir hier praktisch Ende August haben und bald der Herbst beginnt.
Wir probieren einige Schlückchen, Tobi kauft einen leckeren Dessertwein und dann fahren wir weiter nach Echuca. In der Nähe nehmen wir einen kleinen Lunch auf einem Weingut zu uns, das Steve uns empfohlen hat. Du sitzt auf der Terrasse umringt von Weinbergen und genießt dein Essen.
Echuca ist ein verschlafenes Nest, wo man den Ortskern fast wie vor 20 Jahren belassen hat. Zum ersten Mal im Leben sehe ich einen Pfefferbaum, die roten Körner sind noch nicht so reif, schmecken aber sehr süßlich-scharf (siehe Foto). Wir schlendern also durch die historischen Geschäfte, Weinhandlungen und Kaffees und fühlen uns wirklich in der Zeit zurückversetzt. Eine Eigenart hat das Städtchen noch: Hier fahren Raddampfer! Leider verpassen wir den letzten und können ihn nur noch vom Ufer aus fotografieren. Also heute fühle ich mich wirklich wie im wilden Westen, zumal die Häuser hier wie Kulissen aus Pappe wirken. Die Goldminenstadt Bendigo komplettiert unser Wildwestabenteuer noch. Diese Kleinstadt ist viel großzügiger angelegt und die meisten Häuser sind aus Ziegelsteinen gebaut. Das Rathaus mit seinem Turm wirkt sehr britisch. Gegeb halb acht abends sind wir wieder zu Hause, wo uns Marla mit einem leckeren Thaisalat begrüßt. Auf der Hollywoodschaukel vor dem Haus lassen wir den Tag bei einem Glas Wein ausklingen.
Bis Morgen,
Eure Maggie


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen