Freitag, 24. Februar 2012

Melbourne, Brighton-Beach, Saint Kilda

Nach einem Vormittag in Melbourne, wo ich mir die Nationalgalerie und das Immigranten-Museum angeschaut habe, geht es an den Beach. Zunächst muss ich euch aber von dem Immigranten-Museum erzählen: Das war wiklich eine beeindruckende Erfahrung. Vor allem die Briten haben Männer, Frauen und Kinder in den 20-er Jahren regelrecht rekrutiert und sie nach Australien geschickt, die nächste Welle ging während des zweiten Weltkriegs los. Sie lockten mit Festanstellung, Freiheit und Abenteuern. Waisenhäuser schicken Kinder ganz alleine auf diese weite Reise, die Monate lang mit dem Schiff dauerte. Unglaublich! Ein jeder hatte seine Träume im Gepäck, von denen sich die wenigsten erfüllten. Im Museum kannst du sogar an Bord eines Kreuzfahrtschiffs gehen und die Kabinen besichtigen, eine Geräuschkulisse gibt die Originallautsprecheransagen wieder. Gepäck, persönliche Dokumente geben viele Einzelschicksale wieder. Ich habe eine Gänsehaut bekommen und im Stillen auch meine Eltern bewundert, die von Polen nach Deutschland ausgewandert sind. Zwar war das im Vergleich dazu ein Katzensprung, aber dank ihnen bin ich heute ein freier Mensch und kann die Welt bereisen. Komisch, dass einem am anderen Ende der Welt seine eigenen Wurzeln bewusst werden...
Nach einer farbenfrohen Aborigines-Ausstellung in der Nationalgalerie, erwartet mich das krasse Gegenteil am Saint Kilda-Strand: Beach-Life pur, zuvor lege ich noch mit Tobi einen Abstecher zum Brighton-Beach, wo es die bunten Strandhäuschen gibt, die man einfach gesehen haben muss. Wer es kaufen möchte, muss 150.000 € für diese Sommerfrische hinlegen. Wir sonnen uns ein Stündchen und selbst davon bekomme ich schon einen Sonnenbrand, da hier die Sonne sehr agressiv ist. Danach gehen wir mit Freunden von Tobi und Marla zu einem Edelitaliener. Ich probiere einen einheimischen Fisch, der sehr lecker schmeckt. Abschließend machen wir einen Spaziergang zu einem Steg, wo Pinguine in den Felsen leben, die von der Antarktis rübergeschwommen sind. Freiwillige Helfer führen die Touristen durch und wecken die Tiere teilweise aus dem Schlaf. Die armen Pinguine bekommen keine Ruhe!
Am Abend heißt es dann Koffer packen, denn morgen fliege ich nach Sydney,

Gute Nacht,
Eure Maggie














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